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  ANKARAFANTSIKA

Anfahrt
Der Nationalpark Ankarafantsika befindet sich an der Strasse Nr. 4 im Norwesten Madagaskars. Von Antananarivo und Mahajanga fahren Taxibrousse zum Nationalpark. In Antananarivo fährt das Taxibrousse von der Station Nord und kostet um 70’000 FMG. Die Fahrt dauert ca. 10 bis 11 Stunden. Von Majahanga aus benötigt man nur 2.5 Stunden. Man kann den Fahrer bitten, einem in Ampijoroa aussteigen zu lassen, wo sich der Parkeingang befindet. Für Reisende mit einem höheren Budget ist es auch möglich in Mahajanga eine organisierte Tour zum Park zu buchen (zb. Zahamotel, Tel 62 223 19).

Sehenswertes
Ankarafantsika ist bekannt als Königreich der Vögel, das Land der heiligen Seen und die Quelle des Lebens. Dies mag ein bisschen übertrieben klingen, es gibt jedoch gute Gründe für diese Namen. Der Park ist einer von Madagaskars besten Orte, um Vögel zu beobachten: Bis 129 verschiedenen Arten leben dort, u.a. auch der der beeindruckende Fischadler (Haliaeetus vociferoides). Zudem beheimatet der Park acht verschiedene Lemurenarten, wie den akrobatischen Coquerel Sifaka (Propithecus verreauxi coquereli), welchen man mit etwas Glück um den Campingplatz sehen kann. Andere Arten sind der Goldbraune Mausmaki (Micorocebus ravelobensis), der graue Mausmaki (Microcebus murinus), der Edward’s Wieselmaki (Lepilemur Edwards), der westliche Wollmaki (Avahi occidentalis), der westlicher Fettschwanzmaki (Cheirogaleus medius) sowie der braune Maki (Eulemur fulvus fulvus) und der Mongozmaki (Eulemur mongoz).

Die Vegetation besteht hauptsächlich aus relativ niedrigem und gestrüppreichem Laubwald mit Savannen- und Galeriewäldern um die Seen. Der grösste Teil des Waldes ist nicht besonders eindrücklich, aber die niedrige Höhe der Bäume macht es einfach, Tiere zu beobachten.

Der Nationalpark schützt auch ein wertvolles Wasserreservoir für die stromabwärts gelegenen Reisfelder. Einer der zahlreichen Seen ist der Ravelobe See, in welchem man das Nilkrokodil (Crocodylus niloticus) sehen kann, welches eine wichtige Rolle im Ahnenkult der lokalen Bevölkerung spielt.

Unterkunft
Die Unterkünfte wurden in den letzten paar Jahren stark ausgebaut. Der Park verfügt über zehn überdachte Zeltplätze und fünf Gästezimmer mit Strom und gemeinsamen Duschen und Toiletten. Zudem gibt es auch ein paar kleine Bungalows nahe am See. Zeltplätze befinden sich auch in Ambodimanga, ein Dorf in der Nähe des Parkeinganges. Beim Parkeingang gibt es auch ein Restaurant, wo man frühstücken und à la carte essen kann.

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