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  FALLSTUDIE ANDREBA: SYNTHESE

Der Hauptgrund für die Zerstörung der Umwelt ist die Brandrodung zur Schaffung von Landwirtschaftsflächen: Die Bodenfauna wird dabei zerstört und die Humusschicht beschädigt und durch den Regen weggewaschen. Mehr als 75% der Fläche Madagaskars wurden durch diese Erosionsart verwüstet.

Trotz der zerstörerischen Wirkung wird diese Anbaumethode auch heute noch aus mehreren Gründen angewendet: Die schnell wachsende Bevölkerung macht es schwierig wenn nicht gar unmöglich, eine grundlegende Umstrukturierung zu einer nachhaltigen Landwirtschaft zu realisieren, da die Menschen zu einer kurzfristigen Anbaumethode durch Brandrodung gezwungen sind. Viel bedeutender ist jedoch die Tatasche, dass diese Anbaumethode von den Vorfahren überliefert wurde und daher auch wegen den Tabus („fadys“) beibehalten wird und die Menschen den Fluch ihrer Ahnen fürchten.

Für die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars bedeutet dies ein dramatischer Verlust an Lebensraum. Auf und um den Alaotrasee wird dieser Verlust durch den intensiven Reisanbau noch verstärkt. Jagd, Fischerei, weidende Zebus und Schweine sowie die Holzkohleproduktion stellen eine zusätzliche Gefährdung dar. Die einheimischen Tier- und Pflanzenarten werden zudem noch durch eingeführte Arten wie Ratten, streunende Hunde und die Wasserlilie gefährdet bzw. verdrängt.

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