| PROJEKT ALAOTRA - WASSERHYAZINTHE
Nachhaltige Entwicklung beinhaltet sowohl die Bekämpfung
von Umweltproblemen als auch die Bekämpfung von Armut. Diesen
Ansatz verfolgt MWC im Wasserhyazinthen Projekt.
Die Wasserhyazinthe
Die frei schwimmende Wasserhyazinthe stammt ursprünglich
aus Amazonien und wurde weltweit als Zierpflanze in Teichen verwendet.
Heute gilt sie als eine der invasivsten Pflanzenarten und verursacht
ökologische, soziale, und wirtschaftliche Probleme. Auch
grosse Teile des Lac Alaotra in Madagaskar werden zum Schaden
der heimischen Tier- und Pflanzenwelt sowie der örtlichen
Bevölkerung von Wasserhyanzinthen bedeckt.
Die Wasserhyazinthe nutzbar machen
In unserem Wasserhyazinthen Projekt wollen wir nun zusammen mit
der Bevölkerung die Wasserhyazinthe als Nutzpflanze verwerten.
Dazu haben wir 2008 eine Machbarkeitstudie durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass in der madagassischen Bevölkerung
grosses Interesse vorhanden ist, die Wasserhyazinthe als Brennstoff
und für Flechtarbeiten zu nutzen.
Im Dorf Andreba wird demnächst die Produktion von Briketts
starten, welche gleich gut brennbar, aber billiger als Holzkohle
sind. Die Herstellung von Flechtarbeiten aus den Stängel
der Wasserhyazinthe soll ausserdem professionalisiert und neue
Anwendungen erkundet werden. Durch den Verkauf von Flechtprodukten
aus Wasserhyazinthe wird so eine alternative Einnahmequelle für
die Bevölkerung geschaffen.
Aber auch die Natur profitiert, denn der See wird so teilweise
von der Pflanze befreit. Zudem trägt ein Wechsel vom Flechtmaterial
Papyrus zur Wasserhyazinthe zum Erhalt des Schilfgürtels
bei. Die Herstellung von Brennstoff aus Wasserhyazinthe fördert
den Schutz der einheimischen Wälder, deren Holz im Moment
noch in grossen Mengen zur Herstellung des traditionellen Brennstoffs
Holzkohle verwendet wird.
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